073 Martina und Tobias Baumeler, Immer weiter,- über Grenzen hinaus

Shownotes

Die Infos zur Folge: Martina & Tobias Baumeler findet ihr bei Insta: https://www.instagram.com/olgaontour?utmsource=igwebbuttonsharesheet&igsh=ZDNlZDc0MzIxNw==

Und im Netz: https://www.olgaontour.ch/?utmsource=ig&utmmedium=social&utmcontent=linkinbio&fbclid=PAZXh0bgNhZW0CMTEAc3J0YwZhcHBfaWQPOTM2NjE5NzQzMzkyNDU5AAGnFNxx2gTd-ttbOIkwZFbuk-4Dj5PzD-lqAEh3ANPh42IvD8Fk2dlHD2wgcaem_mEwCW9CQL0Au4gowvmKtog

Der Trailer von "Immer weiter,- über Grenzen hinaus" bei YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=ZEe-DpEpCSU

Meine Homepage lautet: www.landyundleute.com Ihr findet mich bei Insta unter: https://www.instagram.com/landyundleute/?__pwa=1Schreiben könnt ihr mir unter: hallo@landyundleute.com Support erhalte ich vom Deutschen Land Rover Club: www.dlrc.org und vom schweizer Club Land Rovers of Switzerland unter https://www.lros.ch Meine Offroadreisen machen ich mit Red Rock Adventures unter https://www.redrockadventures.de/ Hier geht´s zur Abenteuer und Allrad: www.abenteuer-allrad.de Das Vanlife Festival Ferropolis findet ihr hier: https://www.vanlife-ferropolis.de

Euer Offroad-Schätzchen könnt ihr weltweit sicher und zuverlässig von Ricardo Gomes von www.overlander-shipping.com transportieren lassen. Den YouTube-Kanal von 4x4 Passion findet ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=lzv1Qi1Fb2g

Transkript anzeigen

00:00:01: Und bei euch, also liebe Zuhörerinnen und Zuhöhr kann man auf dem Instaprofil Olga und Tour das live sehen weil Martina draußen stand oder?

00:00:10: Ja.

00:00:12: Ich war nicht die Person wie gefilmt hat.

00:00:14: ich habe eingewiesen wir fahren soll aber Es waren noch zwei weitere Personen mit uns dabei und die eine Person hat gefilmt.

00:00:23: Und sie war dann auch so souverän und hat so richtig draufgehalten, als das Auto so gekippt und gerollt ist und den Hang herunter.

00:00:31: Man muss vielleicht noch kurz sagen zu der Situation, es wurde niemand verletzt.

00:00:37: Das ist am Schluss trotzdem Freiheit!

00:00:40: Wir haben das ja alle schon... Aber das ist

00:00:41: ja die naive Vorstellung wenn man zu Hause ist.

00:00:44: Man denkt, man hat einfach lange Ferien und hat wirklich nicht mehr so Probleme.

00:00:51: Aber die Realität ist, dass der Alltag einfach ein anderer ist aber auch ein absolut problembehafteter Alltag.

00:00:59: also wie finde ich Wasser?

00:01:01: Wie finde ich Essen?

00:01:02: das ist ja hier überhaupt keine Frage.

00:01:08: Und dann aber auch die ganzen persönlichen Themen die nimmt man ja komplett mit.

00:01:13: es ist ja nicht so dass sie zu Hause in der Schweiz

00:01:15: bleiben Und dann einfach gar nichts mehr machen.

00:01:21: Einfach

00:01:22: Stühle

00:01:22: raus, einfach nur noch geschildt, will man sagen und

00:01:27: das hat

00:01:28: auch geholfen.

00:01:30: Weil das ist unser größtes Learning.

00:01:33: Immer wenn wir gestresst waren haben wir aufs Gaspedal gedrückt aber eigentlich hätten wir die Bremse drücken müssen.

00:01:40: Das haben wir spät gecheckt.

00:01:41: Ihr seid Fluchttiere.

00:01:43: Wir sind ein bisschen verwahren, ein bisschen getrieben

00:01:45: Genau, genau.

00:01:46: Und Kamele legen sie ja hin!

00:01:48: Das wisst ihr ja ne?

00:01:49: Kamelle legen sich einfach hin bei Gefahr und das sind wahrscheinlich wir.

00:01:53: Wir haben dann einfach mal geschildet, nix mehr gemacht.

00:01:58: Moin!

00:01:59: Grüezi, grüß Gott.

00:02:00: und hallo liebe Fernweh-Freunde Langzeitreisende und Kinoliebhaber.

00:02:06: Die Landrate begrüße euch heute zur seventh Folge eures Lieblingsspotgastländchen und Leute Und ich, Rainer Schula bin euer Lavafeuer Host.

00:02:17: Heute habe ich gleich zwei Gäste im Studio und was für welche?

00:02:21: Martina und Tobias Baumela aus Sankt Gallen in der Schweiz sind mit ihrem Landy der Olga einem Defender Dreihundert TDI zwei Jahre und drei Monate durch vierzig Länder gereist

00:02:37: vom Balkan

00:02:38: über die Türkei dem Kaukasus durch den Iran in die arabische Halbinsel, Sudan und hinunter nach Südafrika.

00:02:46: Und das mit allem was das Leben so mitbringt!

00:02:49: Einem Lendi-Überschlag in Kapadokien einem Chassisbruch in Kapstadt

00:02:55: und

00:02:56: einem angekündigten Baby unterwegs Wie ein zuvieliger Schützengartenbrauerei Sonshian am Yukon River in Kanada den Landytraum ihres Lebens ausgelöst hat Was man lernt, wenn man zwei Jahre zu zweit im Fahrzeug lebt und plötzlich bald zu dritt sein wird.

00:03:18: Und warum der Defender Olga, der Reisegefährte war, der sie immer wieder in Kontakt mit fremden Kulturen gezwungen hat – auch wenn Sie gar nicht so schnell wollten?

00:03:29: Das erzählt Martina und Tobias gleich selbst!

00:03:33: Also Leute holt euch noch schnell ein Schützengater aus dem

00:03:37: Kühlschrank

00:03:38: Macht es euch am Laberfeuer bequem und genießt den Campfire Talk to Go, denn dieses Bier aus Sankt Gallen weiß das am Straßenrand in Kanada alles ins Rollen gebracht hat.

00:03:48: Also in die Quarta geht's ja wohl kaum!

00:03:51: In dem Sinne wünsche ich euch viel Vergnügen mit der dreiminünftesiebzigsten Folge und der Geschichte von Martina Tobias und ihrer Landy-Lady Olga.

00:04:02: Guten Abend liebe Landy und Leute Fans.

00:04:05: Ich bin´s wieder.

00:04:07: Heute sind wir mal wieder in der Schweiz unterwegs.

00:04:12: Und wie ich es schon angekündigt habe und auch immer wieder zum Ende jedes Podcasts euch die Hörerinnen und Hörern bitte, sich bei mir zu melden.

00:04:20: haben sich auch Martina und Tobias beim hier gemeldet?

00:04:24: schon gleich nach der ersten Ausstrahlung eines Schweizer Podcast, sag ich mal so.

00:04:28: Die Anna Heinze die bei mir hier zu Gast war das hat eine Welle in der Schweiz ausgelöst.

00:04:33: alle wollen jetzt bei mir in den Podcast sein und die beiden wiederum habe ich gleich als erstes genommen weil sie eine sehr interessante Geschichte haben.

00:04:41: also erstmal Gute Abend oder Gritzi Martina und Tobias.

00:04:46: Hallo!

00:04:47: Grüezi

00:04:47: mit benannt.

00:04:48: Grüezie!

00:04:52: Wir freuen uns dass wir hier rein

00:04:54: dürfen.

00:04:55: Ja, sehr gut.

00:04:55: Danke, dass du mit uns heute in Podcast aufnimmst!

00:04:59: Genau.

00:05:00: Schön ja... mich freut das besonders auch.

00:05:03: Das habe ich ja jetzt dann auch seitdem.

00:05:04: Es ist ja schon wieder ein paar Wochen näher.

00:05:06: Folge ich natürlich bei Instagram und schauen wir eure Fotos an.

00:05:09: Es gibt ein ganz interessantes Projekt von den beiden.

00:05:12: also die werden demnächst im Kinozubel wundern sein.

00:05:16: Die ganze Thematik werden wir heute natürlich Durchsprechen, ansprechen.

00:05:20: Aber den Spannungsbogen müssen wir natürlich auch noch beibehalten.

00:05:22: Also das lösen wir dann zum Ende aus also bleibt bitte dran.

00:05:26: Nein!

00:05:27: Ich fange immer mit meinen Gästen damit an dass sie sich ein bisschen vorstellen wo kommen Sie her?

00:05:31: Was hat sie dazu getrieben das zu machen was sie heute machen?

00:05:35: Also ihr beiden wer möchte mal anfangen Aus einer Vergangenheit ein wenig zu erzählen?

00:05:41: Ich teile uns vor und du erzählst von deinen Träumen, oder?

00:05:45: Ja also wir sind Martina und Tobias Baumeler.

00:05:49: Wir heißen auf Instagram Olga und Tour und wir kommen aus der Schweiz wie schon gesagt genauer gesagt aus St.

00:05:57: Gallen.

00:05:57: Wir sind seit wie lange?

00:06:00: Zwei Tausendund dreizehnt sind wir ein Paar.

00:06:02: das sind dreizehn Jahre jetzt.

00:06:04: Zwei tausend und achtzehnte sind wir verheiratet.

00:06:08: Wir haben zwei kleine Kinder.

00:06:09: Mittlerweile haben wir zwei kleinen Kinder und ein Hund.

00:06:11: Und die

00:06:12: Hunde, genau!

00:06:13: Genau, und ein Landy.

00:06:14: Das ist ein sehr enges Familienmitglied gewesen oder schon immer noch aber während der Reise ist es wirklich eine starke Fokus auf dem Landy.

00:06:25: Aber jetzt zurück in der Schweiz steht er einfach in der Scheune und wir vermissen ihn schon recht fest.

00:06:32: Aber vielleicht mal dazu warum wir überhaupt einen Land Rover haben Ein Defender.

00:06:37: Das ist ein guter Einsatz, sehr toll.

00:06:40: Ich

00:06:40: hatte als erstes einen Floh im Ohr sich so ein spannendes Auto zu kaufen.

00:06:46: Ganz

00:06:46: klar mein Mann!

00:06:47: Das kam von mir und zwar war ich vor Martina bevor.

00:06:51: wir zusammen waren schon oft auf Reisen Und da gab es diese eine Reise nach Kanada und ich war dann mit meinen Freunden unterwegs.

00:07:03: Wie seid ihr gereist?

00:07:04: Wir waren mit dem Rucksack unterwegs.

00:07:06: Wir haben da einen Floß gebaut auf dem Yukon River, sind da den Yukon-River runter und eines Tages sahen wir da am Straßenrand also im Auto unterwegs waren ein Sonnenschirm mit dem lokalen Bier von unserem Heimatort in St.

00:07:26: Gallen Schützengarten und wir dachten so das kann nicht sein auf die Bremse gedreht, angehalten und sind da schauen gegangen was da los ist.

00:07:39: Ja?

00:07:40: Und haben da zwei Schweizer getroffen, die mit dem Landy schon seit vier Jahren unterwegs sind und da gerade Pause gemacht haben.

00:07:53: So bin ich das erste Mal mit dem Fahrzeug in Kontakt gekommen und da habe ich mir vorgenommen irgendwann in meinem Leben echt ich auch mal mit so einem Fahrzeug um die Welt zu sehen.

00:08:06: Weil mich das Fahrzeug irgendwie so in eine Bahn gezogen hat.

00:08:10: Über zehn Jahre später?

00:08:12: Genau, zehn Jahre!

00:08:13: Ich

00:08:14: glaube ja.

00:08:15: Ich dachte...

00:08:16: Was war das

00:08:19: nicht?

00:08:19: Elf und dann einundzwanzig sind wir los?

00:08:21: Nein, siezehn glaub ich

00:08:22: ist es.

00:08:23: Dann waren wir ja schon als

00:08:24: ... Die Preise von den Länden ist gerade ...

00:08:26: Ah, das willst du sagen Entschuldigung Ja okay

00:08:30: Ich hab dann immer so ein bisschen geliebäugelt, wir hatten eigentlich kein Geld dafür.

00:08:34: Und an dem Punkt als die Ländis nicht mehr produziert wurden sind ja bekanntlich die Preise hoch.

00:08:40: Da hat man sich zu Martina gesagt, so jetzt oder nie.

00:08:43: und dann haben wir unsere Konten geplündert.

00:08:50: Die Mutter nach Unterstützung geplundert?

00:08:52: Genau!

00:08:53: Und haben uns einen alten, dreihundert TDI gekauft

00:08:59: Am anderen Ende der Schweiz.

00:09:01: Genau

00:09:02: Zum Glück ist die Schweiz klein

00:09:03: Ohne,

00:09:04: ohne große Ahnung von den Fahrzeug.

00:09:07: Ja du hast dich schon sehr technisch informiert welches Modell du willst.

00:09:11: ja wenn man den Stand von Wissen da zu mal mit dem Stand vom Wissen heute vergleicht hat das keine Ahnung.

00:09:19: Das

00:09:19: musste

00:09:20: einfach in einem dreihunderter TDI.

00:09:22: mehr wusste ich

00:09:24: vielleicht auch dann wieder für unsere Zuhörerin und Zuhöhrer.

00:09:29: Damals hielt die Marke noch Rover und das Modell Land Rover.

00:09:34: Das ist ein wichtiger Hinweis, danach gab es dann Defender.

00:09:39: Davor gab's Serien!

00:09:41: Wir haben ja auch mal einen Bildungsauftrag, wir müssen den Leuten ja beibringen was das wirklich alles bedeutet.

00:09:46: Also der, dieses nicht Zwischenauto sondern das war wirklich sehr beliebt weil das einfach die neue Generation, praktisch die vierte Generation des Land Rovers waren, aber noch nicht Defender hieß?

00:09:57: Das ist nochmal der Kleidhaber.

00:09:59: Und warum war das gerade dein Favorit?

00:10:03: Von Motor her halt simpel,

00:10:07: dreiliter Diesel,

00:10:09: zweieinhalb Liter Diesel ja.

00:10:13: Fast keine Elektronik und ich habe die mich da zumal eingelesen.

00:10:18: Der sei gut für... Langzeitreisen unterwegs zu sein, den können wir überall reparieren.

00:10:26: Das haben wir auch wirklich sehr gut getestet.

00:10:29: Ja genau.

00:10:31: Exklusionsfahrzeug.

00:10:33: Das sei das der beste Motor.

00:10:35: aber ich mich so damals beraten lassen

00:10:39: und habe dich

00:10:40: aber auch vorbereitet.

00:10:41: Irgendwie schon irgendwie ja.

00:10:44: Der Motor wird nie

00:10:45: erfrugt.

00:10:48: Genau.

00:10:50: So ging das Ganze mit dem Landy los und wir haben dann über die Jahre das Fahrzeug umgebaut zu Hause.

00:10:59: Also es war ein Alltagsfahrzeug.

00:11:01: schon erstmal, dass man immer wieder für Reise oder Camping oder Wochenende oder Urlaub ausbenutzt?

00:11:08: Es war wirklich schon aber ganz klar der Plan, wir bauen das Auto um für eine Langzeitreise.

00:11:17: Wir haben das dann immer wieder mal ein bisschen getestet, mal einen Wochenende oder mal zwei Wochen nach Schweden.

00:11:23: Aber grundsätzlich war immer der Plan gewollt und lange verreisen.

00:11:27: Und dafür dass es dabei kamen.

00:11:29: Dann halt neben Vollzeit-Jobs, Studium, Weiterbildung sind wir viel in der Werkstatt gesessen und haben geschraubt... Also mein Mann hat geschrauppt.

00:11:39: ich habe mentale Unterstützung gemacht assistiert ein bisschen.

00:11:44: Ich weiß gar nicht, was ich diese ganze Stunde da gemacht habe.

00:11:48: Aber ja...

00:11:50: Ja den Plan für die Inleinrichtung!

00:11:55: So ging das weiter und irgendwann mussten wir halt... Man könnte ewig sich vorbereiten für so eine Reise.

00:12:06: Wir haben uns dann Datum gesetzt, wo wir los wollten auf dieses Datum.

00:12:10: Wie weit war das noch in der Zukunft?

00:12:14: recht weit in der Zukunft, weil ich war noch in meinem Studium und es war klar das will ich abschließen.

00:12:21: Und dann haben wir ein halbes Jahr später terminiert.

00:12:24: Das war schon, würde ich sagen zwei Jahre voraus aber es hat uns mega geholfen um dieses Ziel verfolgen zu können und Perspektive zu haben.

00:12:32: So macht man das!

00:12:33: Sonst kommt man nie los.

00:12:35: Wir haben das Natum kein einziges Mal verschoben.

00:12:38: Also am Schluss natürlich, wir sind zwei Wochen später wie ... Ja!

00:12:44: Wir sind schon ein bisschen später losgekommen aber nicht weil wir... das Datum verschoben haben, sondern was war da?

00:12:51: Es gingen doch noch viel Sachen kaputt vorhin.

00:12:54: Irgendwie waren mechanisch dann in der letzten Minute noch tausend Sachen.

00:12:58: aber ja nicht weil wir so dachten ach wir wollen doch noch nicht los!

00:13:03: Das waren nicht die Gründe.

00:13:05: Okay mit welcher Zielsitzung denn erst mal?

00:13:09: Was war der erste Punkt wo ihr darauf zugesteuert seid?

00:13:12: Wann war das jetzt genau zweitausend?

00:13:14: Aha, das war

00:13:15: März-Zweiteinundzwanzig.

00:13:20: Also früher ein.

00:13:21: Voll

00:13:21: in die Coronazeit?

00:13:23: Vollgas!

00:13:24: Es war überall richtig krass und es war die dritte Welle und es kam gerade die Impfungen raus Und in der Schweiz durften sich nur irgendwelche speziell chronisch kranke und Personen über Achtzig impfen lassen.

00:13:40: Wir wussten wir brauchen diese Impfung wenn wir reisen wollen So kompliziert.

00:13:46: Und dann haben wir über eine Freundin, die Ärztin ist, haben wir irgendwie einen Platz ergattert und sind dann da mit ganz vielen Achtzigjährigen in der Schlange gestanden und haben diese Impfung erhalten.

00:14:00: Haben wir uns ein bisschen schlecht gefühlt.

00:14:02: aber jetzt im Nachhinein ich glaube es ist für alle okay mittlerweile.

00:14:08: Wir hatten dann diese Impfungen und das hat uns auch wirklich Tür und Tor geöffnet an Grenzen.

00:14:13: Die zweite Impfung haben wir dann... Nein, doch die dritte Impfung?

00:14:19: Irgendeine Impfungen haben wir im Irak noch nachgeholt.

00:14:23: Oh!

00:14:24: Ja das war auch eine tolle Geschichte.

00:14:26: Spannungserregnis ja.

00:14:29: Nicht so liebevoll wie in der Schweiz aber es hat auch geklappt.

00:14:32: Und in welche Richtung seid ihr los?

00:14:34: mit welcher?

00:14:35: was war der erste Zielpunkt?

00:14:36: Was man noch sagen muss vielleicht ist Wir waren beide schon viel unterwegs Voradreserreise und vor allem für mich war es wichtig, die Reise einmal los ohne Zeit-Limit.

00:14:51: Und eigentlich auch ohne Ziel?

00:14:53: Das war sehr gefraut.

00:14:56: Ziel war vorhanden.

00:14:57: wir wollten die Seidenstraße fahren aber dann weiter und weiter hat so den Horizont offen lassen ohne dass man einen Enddatum hat wo man weiß da müssen wir wieder zu Hause sein oder wieder arbeiten oder so, wir wollten uns das bewusst offen lassen und zu Hause alles auflösen.

00:15:18: Job gekündigt, Wohnung gekündigte, letzten Sachen bei der Mutter in den Keller gestellt.

00:15:23: Und wir haben lustigerweise auch immer wenn uns jemand gefragt hat wohin fährt er denn jetzt am Anfang?

00:15:29: Wir haben uns nicht entschieden ob wir südlich-digitalien oder nördlich richtig München fahren, um zu starten.

00:15:37: Weil wir einfach...

00:15:38: Nicht wussten wie?

00:15:39: Wir wollten das nicht wissen.

00:15:41: irgendwie und irgendwie war es so ein bisschen...

00:15:45: Die Einmeldstein.

00:15:46: antwort auf meine Frage!

00:15:48: Auf dem Heimatstein stand oder auf dem Börperschein, ich weiß nicht.

00:15:53: Ja

00:15:53: die Abmeldung aus der Schweiz.

00:15:55: Genau,

00:15:55: da stand drauf Ausgewandert nach Italien.

00:16:01: Wir waren nie in Italien mit dem Fahrzeug auf dieser Reise, auf jeden Fall.

00:16:07: Ja dann ging es los.

00:16:11: Balkan, zuerst Balkan runter Griechenland, Türkei und am Anfang waren wir ziemlich schnell unterwegs weil wir wollten einfach weg und dachten ja alles was Nähe Schweiz ist, können wir ja später mal noch machen.

00:16:34: Hatte die auch so diesen Switch vom Urlaubsmodus?

00:16:38: Wo man dann vielleicht ein bisschen schneller unterwegs ist von Sightseeing zu Sight Seeing und dann in den Reisemodus zu kommen war?

00:16:45: das bräuchte auch

00:16:46: sowas.

00:16:47: Wir dachten, wir hätten den schon gehabt.

00:16:50: Und dann ist aber etwas passiert dass uns so richtig in diesem Reisermodus versetzt hat Und das haben wir erst später festgestellt, dass uns das extrem geholfen hat in unserer Reise anzukommen und wirklich im Moment zu leben.

00:17:06: Das Erlebnis war nicht schön!

00:17:08: Es hat uns eigentlich wortwörtlich gebremst und zwar hatten wir da in der Türkei Kabadokin einen Überschlagunfall was uns nach drei Monaten Reisezeit ein Werkstattaufenthalt von drei Monaten

00:17:25: beschert hat.

00:17:27: Und

00:17:28: diese Zeit vom Stillstand und auf- und ab- und emotionaler Achterbahn hat uns wirklich ankommen lassen, auf unserer Weise.

00:17:41: Ja also da muss ich gleich wieder eine kleine Anekdote einschieben!

00:17:45: Ich habe auch schon mal der Gästin gehabt.

00:17:48: die ist von der Straße abgekommen mit ihrem Land, die von so einer Schotterpiste.

00:17:53: Weißt du das ist ja auch wie auf Schmierseife und dann weggekommen.

00:17:56: und dann hatten sie sich überschlagen.

00:17:58: Und er hat mir das auch so ähnlich erzählt und so.

00:18:00: Das habe ich gesagt, wie kann es sich so ein Auto überschlagen?

00:18:02: Bei euch, also liebe Zuhörerinnen und Zürer, kann man auf dem Instaprofil Olga und Tour das live sehen weil Martina draußen stand oder?

00:18:11: Ja!

00:18:13: Ich war nicht die Person, die gefilmt hat.

00:18:15: Ich habe eingewiesen, wie er fahren soll Er hat aber gar nicht auf mich gewonnen.

00:18:21: Es war nix, weil er schon...

00:18:22: War ja klar!

00:18:26: Wir hatten noch zwei... ...war

00:18:27: ich nicht auf dich gehört habe.

00:18:29: Ja, darum!

00:18:31: Darum!

00:18:33: Nein man hätte die Stelle nicht anders fahren können es war nicht fahrbar.

00:18:38: Das

00:18:38: ist ein

00:18:40: sehr großes Fass das wir stundenlang schon besprochen haben.

00:18:44: Aber das habt ihr in drei Monaten dann auch zu Ende ausdiskutiert?

00:18:47: Weil am Schluss

00:18:49: Du kannst ja nicht vorstellen, wie oft ich an der Stelle war und mir überlegt habe.

00:18:56: Und andere Personen in ihre Meinung abgegeben worden?

00:19:01: Schlussendlich, es waren noch zwei weitere Personen mit uns dabei und die eine Person hat gefilmt.

00:19:06: Und sie war dann auch so souverän und da so richtig draufgehalten als das Auto so gekippt und gerollt ist und den Hang herunter...

00:19:14: Man muss vielleicht noch kurz sagen zu der Situation Es wurde niemand verletzt.

00:19:19: Ich war alleine im Fahrzeug.

00:19:22: Wir haben uns wirklich einmal komplett überschlagen oder ich habe mich einmal komplett überschlagen.

00:19:27: Das einzige was ich hatte war so ein kleiner Kratzer an der Schulter, was eigentlich unglaublich ist.

00:19:37: Und es fühlt sich dem Moment wo man realisiert dass das Fahrzeug kippt von... Also ich kenn ja nur die Perspektive vom Fahrzeug innen.

00:19:49: da fühlt sie sich so... Es hat sich hier richtig smooth angefühlt so und wenn man das Video von außen sieht

00:19:58: Nicht zu smooth

00:20:00: Da rumpelt es und kracht richtig übel.

00:20:03: Und für mich hat sich das gar nicht so angefühlt.

00:20:06: Du warst wahrscheinlich wie ein Zeitlupe, Herr Sitzmann?

00:20:08: Das

00:20:08: war für mich wie eine Zeitluppe.

00:20:11: Ab dem Moment, wo ich gemerkt habe jetzt Scheiße bis zum Stillstand.

00:20:19: Also auch nochmal meine Hörerinnen und Hörern, die ja keine Kamera haben.

00:20:25: Wir haben ja bei Riverside jetzt auch Kameras.

00:20:26: wir können uns da sehen.

00:20:28: man sieht richtig wie der Tobias noch mal mitgeht wie sie die Muskeln alle anspannen dass du nicht den Arm nach oben nimmst um dich abzustützen.

00:20:35: also du tauchst wieder mal richtig ein.

00:20:38: ich glaube das wird auch noch lange so bleiben.

00:20:40: dieses Erlebnis ist ja einmaliges hoffentlich Einigermaßen gut ausgegangen ist, also keine gesundheitlichen größeren Bläsuren davon getragen.

00:20:48: Das ist ja lobenswert.

00:20:50: Es macht definitiv etwas mit deinem... Also ich musste danach auch eigentlich man kann es so sagen wieder lernen Lernländi zu fahren im Gelände.

00:21:06: Ja jedes mal wenn sich das Fahrzeug so ein bisschen zeitlich geneigt hat dann ging er Geht bei mir der Popometer los.

00:21:21: Das kennt man, wenn mein Landy fährt dann wässt einem das Fahrzeug so an den Hintern.

00:21:26: Boah ist es drückt einem so in den Sitz wird's unangenehm im Bauch und da muss ich ganz oft dann anhalten ums Fahrzeug gehen die Lage von außen beurteilen und sagen okay kein Problem wir können weiterfahren Stück für Stück wieder anzutasten und das Gefühl, wie weit es okay ist.

00:21:51: Ja weil wir waren wirklich am off-roaden als der Unfall passiert ist und nicht irgendwie auf einer Straße wo wir zu schnell gefahren sind.

00:21:59: Das hat

00:22:01: sich aufgefallen dazu.

00:22:07: Und dann habt ihr das in die Werkstatt?

00:22:12: In die Garage, wir sagten immer Garage, Garagerie.

00:22:18: Ja das ist eine gute Geschichte!

00:22:20: Wir haben einen Tag vorher... Die Bremse hat gequetscht.

00:22:26: Radlage und Bremsen mussten wir machen.

00:22:27: Und dann haben wir in der ganzen Region einen guten Mechaniker gesucht, haben ihn gefunden, haben da die Bremsinn erneuert... ...und hatten dem Sinn die Wartepnummer von ihm.

00:22:37: Als wir den Unfall hatten, haben wir dem einfach ein Foto geschickt.

00:22:40: Der ist ein Defendermechaniker ausschließlich Defender.

00:22:43: Foto-geschickt und gesagt, wir brauchen Hilfe!

00:22:46: Eine Stunde später ist er da aufgetaucht.

00:22:48: Ohne Standort, er wusste vom Foto her wo das ist und das ist eine verbindelte Region.

00:22:54: Er wusste wo das isst hat ein Übersetzer mitgebracht zwei Defender und der Traktor ist glaube ich Songs gekommen oder?

00:23:02: Und dann hatten wir zwei Defendantraktoren.

00:23:05: die haben uns geholfen ums dazu bergen.

00:23:07: aber wir waren fünf Stunden beschäftigt.

00:23:11: Das Fahrzeug ist aber...

00:23:12: Ja

00:23:15: Der Defender fuhr danach.

00:23:17: Er hat einmal das Milch vom Rad ein bisschen weggedrückt,

00:23:21: Rackkasten ein bisschen zurechtgebogen, Zahnriemen wieder drauf und Motor starten und los.

00:23:34: Aber es war

00:23:34: keine Scheibe mehr drin oder?

00:23:36: Genau!

00:23:37: Das war richtig mühsam.

00:23:40: Wir mussten dann schon so zwanzig Minuten fahren Und ohne Windschutzscheibe ist das

00:23:45: hinter einem anderen Fahrzeug richtig auf nicht befestigter Straße.

00:23:51: Aber geht mit dem Defender der fährt immer?

00:23:54: Ja, aber jetzt hattet ihr dann ja auch wenn er in der Werkstatt hatte keine Schlafwohnmöglichkeiten mehr oder wie habt ihr das geregelt?

00:24:02: Wir haben drei Monate lang im oder neben dem Auto schlafen dürfen

00:24:06: In der Werkstation.

00:24:09: Das war wirklich genial.

00:24:11: Wir waren quasi zum Inventar dieser Werkstatt.

00:24:15: Habt

00:24:16: ihr gleich eure Schulden abgearbeitet oder was weiß ich?

00:24:22: Abgewaschen, geputzt?

00:24:26: Das war für mich so der Start meiner Schrauberkarriere.

00:24:31: Am Anfang hat es geheißen zwei Wochen ist das Auto wieder flott?

00:24:35: Er hat gesagt... Zehn Tage, zehn Tage und dann hat er das Auto wieder zusammengebaut.

00:24:41: Ja, neunzig Tage waren es.

00:24:43: Organisationen.

00:24:44: Wie lange

00:24:44: war das Grupp?

00:24:45: Größtenteils?

00:24:46: Fehlten Ersatzteile oder?

00:24:48: Ja.

00:24:49: Gab's

00:24:49: kein Witz und Scheibe mehr auf dem internationalen Markt?

00:24:54: Beschaffung von Teilen... Die Kommunikation... Also die fand größtenteil über Google Translator statt weil sie im Nordhörkisch gesprochen haben.

00:25:06: da Kein Englisch und wir kein Türkisch können war die Kommunikation sehr zäh, vor allem am Anfang.

00:25:19: Und halt die ganze Organisation.

00:25:20: arbeitsmäßig vielleicht ja, am Stück.

00:25:25: aber bis alles was wir brauchten da war etc.

00:25:31: ist Zeit vergangen und die Zeit habe ich mir anfangs damit vertrieben den zuzuschauen was sie machen.

00:25:37: Irgendwann habe ich begonnen halt.

00:25:39: Also da kamen jeden Tag eins bis drei Landis rein, die ein Problem hatten und dann wurden dann repariert.

00:25:45: Und die hatten immer Vorzug vor unserem Landi.

00:25:49: Das heißt Tobi konnte die ganze Zeit zuschauen und lernen und nur wenn keine Arbeit da war, haben sie sich unseren Auto gewidmet.

00:25:58: Ja das war für mich wie ein Werkstab-Praktikum.

00:26:04: Am Schluss hab ich da selbstständige Fahrzeuge repariert

00:26:09: Umso besser.

00:26:11: Und das war für eine lange Reise ja nie nur Vorteile haben, ne?

00:26:15: Ja!

00:26:16: Das war für mich so der Startschuss ab.

00:26:18: da habe ich sehr viele Sachen selbst dann gemacht am Fahrzeugen.

00:26:23: Und immer wieder wenn wir eine Frage hatten durften wir unserem türkischen Mechaniker anrufen, Video machen und er hat uns weltweit weitergeholfen.

00:26:33: Das ist wirklich eine Freundschaft fürs Leben da.

00:26:35: Euer Basecamp habt ihr jetzt in der Türkei?

00:26:37: Ja, nur leider waren wir noch nie wieder da.

00:26:40: So schade!

00:26:42: Welche Region ist das eigentlich genau?

00:26:44: Grob diese Region?

00:26:47: Kappadokien in der Mitte von der Türkei.

00:26:52: Das ist dort wo die Luftballons, die heißen Luftballon jeden Morgen

00:26:57: aufsteigen.

00:26:59: Ja, das sieht man auch an diesen Ausgewaschen.

00:27:00: In dem Video sieht man ja diese glatten Flächen da, wo wir auch so

00:27:04: Kaskaden

00:27:05: sind und sagen...

00:27:06: Nicht runterfahren!

00:27:07: Und in der Türkei ist nicht jede Straße angeschrieben die nicht für Fahrzeuge gedacht ist?

00:27:13: In der Schweiz steht ja Fahrverbot.

00:27:17: Gugel führt auch darunter.

00:27:22: Gut, so.

00:27:23: und dann irgendwann Halleluja zweites Richtfest.

00:27:25: Die Karre stand wieder.

00:27:26: wie ging es da weiter?

00:27:28: Ja Puh ein bisschen langsamer sicher weil wir waren jetzt im Reisifloh.

00:27:34: Wir sind dann nach Georgien und Armenien also die Kaukasusregion Und dann auch in den Iran und das war wirklich die beste Zeit für uns.

00:27:43: Da haben wir so richtig richtig viele tolle Erfahrungen gemacht.

00:27:48: Sowohl mit den Leuten wie aber auch mit Offroading in Wüsten, da waren wir zum Teil... Einmal waren wir acht Tage allein in der Wüste ohne dass wir eine Person oder ein Tier gesehen haben.

00:28:00: Das war wahnsinnig eindrücklich und mega schöne Eindrücke in einer komplett fremdenen Welt und Region und Kultur.

00:28:08: Ja das hat uns sehr gefallen.

00:28:10: Und dann wollten wir eigentlich ja die Seinenstraße machen Und die gingen aber nicht wegen Corona und dann haben wir die Option gehabt, dass wir nach Pakistan Indien oder auf die arabische Halbinsel.

00:28:23: Wir haben uns für die arabischen halbinsel entschieden weil uns auch das Kulturelle so mega entsprochen hat und wir die Wüsten absolut zu leben begonnen haben.

00:28:33: Es

00:28:33: war für uns immer ein Ort der Ruhe und Ort zum Auftanken irgendwie.

00:28:40: So Autenstätten oder vielen Menschen und hat auch Probleme, sind wir oft in die Wüste rausgefahren.

00:28:48: Das war so auf Schalter, auf Knopfdruck irgendwie ja.

00:28:54: War das auch noch ein bisschen bei der Reise diesen Wunsch zu reisen?

00:28:59: War es auch so ein Impuls wo wir sagen können man will mal wirklich... Zu Ruhe kommen, also ich weiß nicht was ihr so beruflich gemacht habt vor der Studium ist ja immer stressig.

00:29:10: Aber dass man da einfach mal rauskommt und sich dann nicht mehr um solche Dinge kümmern muss die eigentlich hier dann für Fremde sind sondern nur noch um seine eigenen Sachen war das auch der Grund auch die Reise zu im Kopf zu planen sich dafür zu begeistern?

00:29:24: Ja schon es war schon ziel der reise halt einfach mal weg irgendwie den Sinn Plan fürs Leben irgendwie auch zu finden.

00:29:35: Freiheit, Freiheit zu suchen.

00:29:41: Ja und die Freiheiten...

00:29:44: Ja, keine Verpflichtungen haben und auch keine Probleme haben.

00:29:47: Das war so die Traumvorstellung.

00:29:53: Um dann allein schon jeden Morgen das Problem mit der Toilettengang zu haben... ...und wo krieg ich's essen her?

00:29:58: Und wo kriegt Frischwasser her?

00:30:00: Ich weiß es!

00:30:01: Aber

00:30:01: das ist am Schluss trotzdem Freiheit.

00:30:03: Wir haben das ja alle schon.

00:30:04: Aber da ist

00:30:05: ja die naivige Vorstellung wenn man zu Hause ist.

00:30:08: Man denkt, man hat einfach lange Ferien Und hat wirklich nicht mehr so ein Problem.

00:30:14: Aber die Realität ist, dass der Alltag einfach ein anderer ist aber auch ein absolut problembehafteter Alltag.

00:30:23: Die Probleme werden einfach anders und ein bisschen lebenszentrierter.

00:30:28: also wie finde ich Wasser?

00:30:30: Wie finde ich Essen?

00:30:31: das ist ja hier überhaupt keine Frage.

00:30:36: Und dann aber auch die ganzen persönlichen Themen.

00:30:40: Die nimmt man ja komplett mit, ist ja nicht so dass sie zu Hause in der Schweiz bleiben.

00:30:44: Die Themen, die einem beschäftigen oder mit Sachen, die man struggelt das kommt eins zu eins mit und wird zum Teil auch intensiver und stärker weil man weniger abgelenkt ist.

00:30:55: Oder dass nahe im Feld fehlt?

00:30:57: Ja.

00:30:59: Familie, Freunde sind auf einmal wieder weg!

00:31:01: die einem ja auch durchaus mal positiv zur Seite gestanden haben.

00:31:04: und solche Dinge fehlen dann schon wieder, ne?

00:31:06: Ja.

00:31:06: Das ist so was das ich auf der, also auf Langzeitreisen immer merke, so ... Der alltägliche Austausch mit nahen Freunden, so das alltägliche, hey wie geht's dir oder erzähl'n was passiert isst, dass reduziert sich auf so einer Reise, auf den Reisepartner so hauptsächlich außer man trifft mal andere Leute.

00:31:31: Grundsätzlich ist es eigentlich der Reisebacher.

00:31:35: Und irgendwann hat man sich die Sachen erzählt, oder man isst so wie im selben Boot... Man

00:31:44: wird fast zu einer Person

00:31:47: gesehen!

00:31:48: Der praktische Austausch mit einem guten Freund, du erzählst dem, hey heute ist das und das schief gelaufen, er sagt ja, weil mir ist das & das schief gelaufen.

00:31:59: Ja gut passt.

00:32:01: Oder schaust doch mal so an der minimale Austausch, um Probleme irgendwo zu deponieren und sich dadurch irgendwie zu befreien davon.

00:32:15: Keine Ahnung.

00:32:17: Irgendwie in Art und Weise schon.

00:32:21: Das fehlt oft und es werden dann halt aus Kleinigkeiten, wenn man den Austauschen nicht hat schneller Elefanten...

00:32:30: Ja, man verstärkt sich gegenseitig oder?

00:32:32: Im Positiven wie im Negativen.

00:32:34: Also die schönen Erlebnisse, die kann man teilen und sie werden noch schöner.

00:32:39: aber die negativen wenn beide das Gleiche fühlen, verstärbt man sich gegenceitig auch.

00:32:46: Vielleicht geht es ja nicht allen so vielleicht sind dann doch wir so.

00:32:50: könnte auch sein dass jetzt spannend ist das zu diskutieren mit den Hörern.

00:32:55: Genau.

00:32:56: Aber diese tägliche Herausforderung Bezüglich Kleinigkeiten, wie zum Beispiel Schleifmann, welchen Stellplatz.

00:33:03: Wo kriegt man wieder was zu essen her?

00:33:05: Oder was kocht man heute Abend?

00:33:07: Also wirklich macht man mit einem Lagerfeuer und du kriegst das Holz her.

00:33:10: Das sind ja dann diese Herausforderungen tagtäglich.

00:33:13: die würde ich jetzt nicht als Probleme bezeichnen sondern weil man das nur für sich macht.

00:33:18: Man macht das ja nur für sie und seine Partner.

00:33:21: Und man steht jetzt nicht auf geht zur Arbeit für eigentlich andere wie einem dafür dann Geld geben, das ist ja eben diese Freiheit.

00:33:28: Und ich glaube da sind wir uns alle einig.

00:33:30: auch viele meiner Zuhörerinnen und zuhörern sind da genau dieser Meinung die das schon mal erlebt haben.

00:33:35: so ist ja klar.

00:33:37: Wir haben jetzt eh noch von wirklichen Problemen und Belastungen gesprochen aber nicht dass der Alltag auf Reisen belasten wäre.

00:33:43: Nein ich finde das im Gegenteil.

00:33:45: ich find den Alltag Aufreisen schön es so auf das Wesentliche zentriert.

00:33:51: man beschäftigt sich den ganzen Tag lang mit vielleicht Wasser füllen.

00:33:56: Wo kriege ich Wasser her?

00:33:57: Trinkwasser!

00:33:59: Das kann sein, den ganzen Tag oder halt... Wir wussten oft am Morgen nicht wo wir am Abend sein werden.

00:34:06: Wir sind los und im Verlauf vom Nachmittag haben wir begonnen irgendwie einen Stellplatz zu suchen.

00:34:15: was hat oft so aussah dass wir quer Karten im Schluss irgendwo da sieht es schön aus und dann mal losgefahren sind.

00:34:26: Straße probiert, wieder umgedreht?

00:34:28: Geht nicht.

00:34:29: fest gefahren, wieder zurück!

00:34:31: Noch mal festgefahren, drei Stunden später wird langsam dunkel.

00:34:36: Gut verschlafen hier.

00:34:40: Man läuft ja noch ein Schäfer über den Weg der lädt einen dann zum Essen ein und plötzlich ist wieder eine ganz andere Situation.

00:34:44: Genau

00:34:45: man weiß einfach nie was passiert und darum lohnt es sich auch nicht Pläne zu machen.

00:34:51: Sobald du einen Plan hast bist du nicht mehr offen für Begegnungen.

00:34:57: Ja, das macht es ja nicht ein bisschen kaputt.

00:35:00: Also Offenheit ist sehr wichtig.

00:35:02: Dann wahrscheinlich viele werden das auch als Freiheit bezeichnet?

00:35:05: Auf jeden Fall!

00:35:06: Die Freiheit war riesengroß!

00:35:10: Das was uns jeweils die meiste Freiheit geraubt hat, war der Lendi.

00:35:19: Nur wegen des Ländens hatten wir die Freiheit und er hat sie uns auch geraubт.

00:35:24: Ja,

00:35:26: und ich glaube auch ohne den Landy hätten wir... Und ohne die Probleme am Landy hatten ja ganz viele Begegnungen gar nie erst gehabt.

00:35:36: Natürlich!

00:35:37: Die ganze Reise nicht.

00:35:38: Gut, man hätte natürlich ein anderes Fahrzeug nehmen können aber das ist halt so.

00:35:41: Also

00:35:41: wir werden auch oft halt an uns ein Problem am Fahrzeug halt auch zu Kontaktaufnahme mit Menschen gezwungen viel schneller und viel direkter als uns das eigentlich lieb gewesen wäre.

00:35:57: Wir wären da wahrscheinlich erst mal in die Stadt rein und hätten uns da mal hingestellt, mal geschaut.

00:36:04: Und dann werden vielleicht ein paar Tage mit irgendwerem in den Kontakt gekommen.

00:36:09: Anders kommen wir da rein.

00:36:11: Wir brauchen das Art-Style.

00:36:12: Wir fahren da rein, beginnen alle erdenklichen Kanäle aufzumachen weil wir Hilfe benötigen und so eigentlich direkt in die Kultur.

00:36:26: Und so sind wir direkt in die Kultur eingetaucht.

00:36:29: Von zero auf

00:36:30: Wunder und so sind es tolle Geschichten und Bekanntschaften entstanden, die ich nicht mehr missen möchte.

00:36:39: Wie war's auf der arabischen Halbinsel?

00:36:43: heißt das Jahr?

00:36:44: Ja!

00:36:45: Wie lange wart ihr da?

00:36:46: Sieben Monate waren wir ja in dieser Region.

00:36:51: Okay.

00:36:52: Da ist die Hilfsbereitschaft Riesengroß.

00:36:56: Also das ist wunderbar!

00:36:57: Ja, kann man da überhaupt alleine stehen?

00:37:00: oder wird man ja auch dann schon mal aufgesucht, dass man so, oder?

00:37:06: Aus neugierig halt.

00:37:09: Und dann war er ja schon Zweiundzwanzig,

00:37:11: richtig?!

00:37:13: Ja, ja... Dann war es Zwei und Zwanzig und irgendwie war dann der logische Schritt, dass wir nach Afrika weitergehen.

00:37:21: Weil Arabische Halbinsel.

00:37:23: und wie fährt man da weiter, wenn man nicht verschiffen will?

00:37:26: Das war dann klar.

00:37:27: Und wir konnten... Das war auch eine Odyssee!

00:37:31: Aber wir hatten da echt mega Glück.

00:37:33: Wir konnten noch Israel bereisen.

00:37:35: Wir sind von Israel nach Ägypten mit dem Fahrzeug.

00:37:39: Das hat uns drei Hage gedauert, eine Grenze.

00:37:45: Da gibt es eine Regel.

00:37:47: Keine viermal vier, keine Dieselfahrzeuge.

00:37:51: Und?

00:37:52: Noch mal was.

00:37:54: Ja, okay die zwei dürfen nicht.

00:37:55: und was ist ein Landy?

00:37:57: Ein Diesel fährt zum Beispiel vier Mal vier!

00:37:59: Ja... und dann müssen wir wirklich hinziehen.

00:38:01: Wo nach Israel rein oder...?

00:38:03: Von Israel nach Ägypten.

00:38:05: Sind da ja halb Inseln?

00:38:08: Die Regeln haben die Ägypter aufgestellt weil sie nicht wollen dass die Israelis mit ihrem Viermalvier nach Ägyptien zum Offroad kommen.

00:38:18: Das mussten wir zuerst alles mal checken und dann haben wir mit den Israelis gesprochen, dass wir unbedingt rüber wollen.

00:38:24: Dann durften wir irgendwann zu Fuß nach Ägypten rüber und mit denen sprechen um aufzuzeigen was unser Wunsch und Bedürfnis ist und Ziel.

00:38:34: Und an Tag drei durften Wir dann mit dem Fahrzeug rüber.

00:38:38: Und dann wurde nochmal Hardcore das gesamte Auto auseinandergenommen.

00:38:43: Und irgendwann hatten wir die Erlaubnis, dass sie reinfahren können Aber wir müssen dann wieder unter gleichen Grenzen raus.

00:38:50: Dann mussten wir das wieder lösen und nach drei Tagen war dann gut, und wir durften wirklich endgültig ins Land rein.

00:38:58: Das

00:38:59: war so ein Tag Ägypten-Seite überzeugt, ein Tag israelische Seite überzeugt und ein Tag Grenze übertritt.

00:39:09: Es waren viel Sachen an denen... Diplomatische Arbeit.

00:39:16: Ja, da musst du diplomatisch bleiben.

00:39:18: Und

00:39:18: Geduld haben und beharlich sein.

00:39:21: Das war einfach die kristigste Grenze.

00:39:23: aber natürlich auch nach Irak rein war herausfordernd.

00:39:27: dann in den Sudan rein war wieder eine Challenge.

00:39:31: Nach Äthiopien war schwierig weil sie haben da gerade die Visa, die Zoll Bestimmungen verändert.

00:39:38: Obwohl

00:39:39: mein Visa gefehlt hat.

00:39:40: Und

00:39:41: dein Visa hat noch gefehlet?

00:39:43: Aber wir kamen halt aus dem Naosten, wo eine Grenze, die gut gelaufen ist, easy einmal neun Stunden gehen kann.

00:39:53: Das war der Standort?

00:39:55: Neun Stunden für eine Grenz?

00:39:56: Gut!

00:39:58: Dann kamen wir nach Afrika rein und da haben uns Leute dann schon auch erzählt ja die Grenzen sind tuff und so.

00:40:07: aber von uns war das wie ein anderer Vergleich.

00:40:11: wir da nach zwei oder drei Stunden doch eine Grenze durch waren.

00:40:17: Aber das war erst nach Kenya, so Kenyatansania wurde es einfacher.

00:40:20: Oben Etubin Sudan?

00:40:22: Ja,

00:40:22: da war's noch anders.

00:40:25: Das war für uns geil

00:40:28: los!

00:40:32: Es hat sich schon verändert.

00:40:33: zu die Grenzübertritte auch Kontrollmäßig, so wie das Fahrzeug angeschaut wurde.

00:40:41: Ja auf jeden Fall ja!

00:40:45: Und dann kommt man ja schon in Tansanias vorhin schon nach Kinia.

00:40:48: da sind auch große Nationalparks, große Tiere und so weiter.

00:40:52: Das ist ja dann nur mal was ganz anderes also Savanne vielleicht sogar Dschungel gegenüber jetzt den Wüstenregion wo er vorher war.

00:41:00: gab es da besondere Highlights oder

00:41:03: Eindrücke?

00:41:04: Wir waren in zwei Nationalsparken, einmal Kanzanier und einmal Namibia.

00:41:09: Aber wir sind low-budget Reisende.

00:41:11: Und die Parks waren einfach so ein krasses Budgetpunkt, dass wir das wirklich aufs Minimum reduziert haben.

00:41:20: Man sieht aber auch sonst mal Tiere... Wir haben nie einen Löwen gesehen, nicht in einem Park außerhalb des Parkes.

00:41:29: Aber trotzdem sieht man natürlich eindrückliche Sachen!

00:41:34: Ja klar.

00:41:35: Und ich muss aber sagen, wenn wir so über Highlights und so sprechen dann hüpft mein Herz sofort zurück in den Nahen Osten.

00:41:46: Das hat mich viel mehr gepackt und ich war auch reisemüde an einem gewissen Punkt eigentlich als wir dann so genau in diese afrikanischen Länder kamen wie Tanzania Kenia da hätte ich eine Pause gebraucht.

00:42:03: Wennst du Reisemüdigkeit?

00:42:06: Ja, ja.

00:42:08: Es ging sogar richtig emotional dann zu Sache.

00:42:11: also das war wirklich mal.

00:42:12: wir waren ein Jahr unterwegs in Europa nicht so trotz.

00:42:15: auch da gibt es interessante Punkte und da gab's dann auf Sizilien war das richtigen Tiefpunkt wie gesagt aus der Ferien Modus oder aus dem Urlaubsmodus raus in den Reise muss.

00:42:30: es war ganz gut.

00:42:31: Guck mal, bleibt noch eine Nacht und wie schön ist das hier und dort?

00:42:34: Und dann ging die Zeit auch voran und so.

00:42:37: aber Es war alles happy also gut und nett und alles schön anzuschauen.

00:42:42: Aber auf Sizilien hat man dann auch Das Problem oder dieses Erkenntnis dass in Sizilie auch relativ viel Müll ist und

00:42:51: zwar

00:42:52: sowas von extrem.

00:42:53: du fährst zum Beispiel wirklich einen ganzen Tag durch Treibhäuser.

00:42:57: Links und rechts sind nur das Plastiktreibhäuser, weil dort alle Tomaten, alle Paprika alles was wir hier jeden Tag essen dort angebaut werden muss mit Dächern drüber sonst vertrocknet da doch egal.

00:43:09: also du fährst und fährste und die ganze komische Weise den die das betreiben und ins gehört keinerlei Umweltbewusstsein Keinerlei.

00:43:18: Die schmeißen alles in die Straßengreben rein, das liegt auf der... Also es war richtig krass.

00:43:23: also von innerhalb von wenigen Tagen sind wir in so ein Studel da reingekommen und dann hatten wir auch gerade meine Frau Peter hat das richtig angegriffen Und da machen wir auch eine Zeit lang scheiße drauf bis dahin zu sagen hey das ist hier, ah müssen wir jetzt hier runter von der Insel Ja?

00:43:40: Ist euch auch das passiert was wir vorhin besprochen haben dass man sich dann auch im negativen gegenseitig ein bisschen verstärkt

00:43:47: Und dann einfach gar nichts mehr machen.

00:43:51: Einfach Stühle raus, Essen trinken weil er genug ist da.

00:43:56: Das war aber auch ein Campingplatz sogar, aber wir haben einfach nichts mehr gemacht.

00:43:59: Einfache nur noch geschildt, will man sagen und

00:44:02: das hat

00:44:04: dann auch geholfen.

00:44:05: Weil das ist unser größtes Learning was wir nicht so gut umsetzen konnten.

00:44:12: Immer wenn wir gestresst waren, haben wir aufs Gaspedal gedrückt Aber eigentlich hätten wir die Bremse drücken müssen.

00:44:19: Und das haben wir ja spät gecheckt.

00:44:21: Ihr seid Fluchttiere!

00:44:22: Ja,

00:44:24: und wir sind ein bisschen kabar, ein bisschen getrieben.

00:44:27: Genau, genau... Und Kamele legen sich ja hin.

00:44:30: Das wisst ihr ja ne?

00:44:31: Kamelle legen sich einfach hin bei Gefahr.

00:44:33: Und da sind wahrscheinlich wir.

00:44:36: Wir haben dann einfach mal geschildet, nichts mehr gemacht.

00:44:38: Einfach auch wirklich immer rausgeguckt in die Ferne.

00:44:41: Da gab es den Visufe in der Nähe.

00:44:43: Heißt er so?

00:44:44: Na ja auf jeden Fall halt.

00:44:45: Und ja, das war wirklich gut.

00:44:48: Mehrere Tage und dann langsam wieder erst mal in die Stadt rein normal.

00:44:55: Und dann sind es weiter nach...

00:44:57: So muss man das machen!

00:44:58: Man muss ein bisschen mehr Kamel sein.

00:45:07: Cool.

00:45:08: Dann bist du dann aber richtig Südafrika rum, weil ihr wart da noch in Namibia oder seid einfach rübergefahren?

00:45:14: Also ich hab dir mal erfahren dass ich schwanger bin.

00:45:17: Ja das ist auch noch passiert.

00:45:19: Das war dann in Tanzernier waren wir

00:45:20: dann... In Namig ins Gate!

00:45:23: Man muss

00:45:24: vielleicht beim Thema Reisemidigkeit zu bleiben.

00:45:27: Wir sind da halt von zum Teil sehr gering besiedelten Gegenden abischer Halbinsel nach Afrika rein

00:45:39: Und es hat immer überall Menschen gehabt?

00:45:42: Ja, das hat sehr dich besiedelt der ganzen Kontinent in verschiedenen Ländern.

00:45:49: Das hat uns in Kombination mit der Reisemüdigkeit und dem Freistehen eigentlich immer auf unserer Reise irgendwo freigestanden im Fahrzeug.

00:46:05: Da mussten wir lernen umzudenken Kulturwandel oder diese andere Kultur anzunehmen und sich daran zu gewöhnen, halt mit dem klarzukommen.

00:46:20: Ja der Wechsel von Arabisch nach Afrikanisch hat uns...

00:46:24: ist uns schwer gefallen in Kombination mit dem eh gerade alles zu viel.

00:46:34: Dann haben wir uns ein paar

00:46:35: Tage Zeit genommen Mal die Karten wieder auf den Tisch gelegt und überlegt, was wollen wir eigentlich überhaupt?

00:46:44: Ich wollte nach Hause.

00:46:46: Tobi wollte noch weiter reisen.

00:46:48: Wir haben dann ein Kompromiss gemacht, wir sind weitergereist.

00:46:54: Nein, wir haben dann entschieden dass wir in den Süden Afrikas fahren und dann die Westküste wieder hoch aber das Ganze in maximal noch neun Monaten.

00:47:05: Das hat einen anderen Sinn gemacht.

00:47:09: Aber wie eine Woche später hatte ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand und dann war auch klar, ja neun Monaten wird ein bisschen knapp mit all dem weil man braucht ja noch Pufferzeit und Hochschwanger die Westküste fahren ist vielleicht auch nicht das Allerschlauste.

00:47:27: also es war alles stammig oder komplett kopf.

00:47:34: Wir haben dann auch entschieden, wir entscheiden jetzt noch nicht.

00:47:37: Wir sind einfach mal weiter gereist und haben diese neue Lebensrealität akzeptiert und uns dem geöffnet.

00:47:48: Erst Wochen später haben sich alternative Ideen gefestigt dann Monate später.

00:47:55: Erst als ich im sechsten Monat war, haben wir dann entschieden wie wir es jetzt wirklich machen.

00:47:59: Das war wichtig weil sonst hätte das unsere Freiheit wieder so geraubt die wir ja endlich hatten.

00:48:05: Wo ist das passiert?

00:48:06: Wo war der dann schon?

00:48:07: Wir waren in Südafrika und haben da unser Auto noch mal komplett auseinander gebaut.

00:48:11: Immer

00:48:11: noch unten, okay!

00:48:12: Ja es war wunderbar.

00:48:13: wir haben nämlich einen Schatzi-Bruch festgestellt.

00:48:16: Der

00:48:16: Rahmen war gebrochen ja.

00:48:18: Gott

00:48:19: sei Gott!

00:48:20: Also jetzt klingt's ein bisschen so sehr ober nur in der Türkei und in Südafrika.

00:48:25: in der Werkstatt waren aber... ...wir waren wirklich im jedem einzelnen Land und das waren vierzig Wände.

00:48:33: In jedem Land waren wir bei eins bis mehreren Mechanikern.

00:48:38: Das war eine UDIC.

00:48:41: nach dem Anwärmen!

00:48:42: Und ja, der Abschluss hat dann eine komplett Restauration gedeutet.

00:48:46: Wir hatten wirklich jedes einzelne Teil in der Hand.

00:48:48: Wir haben jetzt einen galvanisierte Chassis... ...wir haben nur noch Krom-Stahlschrauben verbaut.

00:48:55: Rostfreie Schraube.

00:48:56: Röstfreier Defender jetzt.

00:48:57: Alles komplett raus.

00:48:59: Und das habt ihr in Südafrika gemacht?

00:49:01: Ja.

00:49:01: In vier Wochen

00:49:03: Hochschwanger.

00:49:07: Das war wirklich... Also, Tobi hat zum Teil achtundvierzig Stunden am Stück durchgeschlafen und ich habe dann viel gearbeitet Und ich hab so vier Stunden auf dem Werkstattboden auf einer Wolldecke ein bisschen Pause gemacht und auch wieder weitergearbeitet.

00:49:23: Ich sag ja wir waren ein bisschen getrieben

00:49:25: Nein das sagt mir nicht freiwillig so gemacht.

00:49:30: Wir wollten beim Cape Down eigentlich.

00:49:33: Wir hatten da richtig gute Leute kennengelernt und sind da ein Monat, waren wir bestimmt da.

00:49:41: Ja drei Wochen glaube ich.

00:49:43: dann wollten wir die Stadt verlassen?

00:49:46: Am

00:49:46: Tag wo wir los wollten haben wir festgestellt auch wir haben ein großes Problem im Fahrzeug.

00:49:53: Und dann hat die Option von uns das Fahrzeug stehen lassen nach Hause fliegen Fahrzeug nach Hause verschiffen oder da reparieren.

00:50:06: Das

00:50:07: ist dann so eine

00:50:07: Lebensentscheidung, in die ihr da immer gehört

00:50:09: habt?

00:50:09: Ja hat das ja!

00:50:11: Und

00:50:11: für mich kann man

00:50:12: halt... Neben einer kleinen Familiengründung kommt noch ganz andere Dinge auch dazu.

00:50:17: Für mich kam es nicht infrage das Fahrzeug stehen zu lassen.

00:50:22: Es kam für mich auch nicht infragen nach so einer Zeit einfach nach Hause zu fliegen.

00:50:26: ich wollte zumindest auf dem Landweg mich langsam Zuhause annähern wieder.

00:50:34: Es hat sich falsch angefühlt, so lange wegzufahren und dann in den Stunden nach Hause...

00:50:39: Wir waren da seit zwei Jahren unterwegs.

00:50:41: Zwei Jahre und drei Monate.

00:50:43: Und die Geburt sollte auf jeden Fall in der Schweiz stattfinden?

00:50:47: Haben wir auch diskutiert.

00:50:49: aber wegen Versicherungsgründen und meiner Reisemöglichkeit?

00:50:54: Das war

00:50:54: auch ein finanzielles Thema.

00:50:56: Da waren da ein bisschen finanziell gegen Ende finanziellen Mittels, als wir anfangs unsere Reise schwanger geworden sind, haben wir weitergezogen.

00:51:12: Genau und dann hat irgendwie mit dem Zeithorizont ein Partnerfahrzeug, das mit uns einen Teil der Strecke zurück in die Schweiz gefahren ist

00:51:30: Mit der Geburt, den anderen zu reisen zu

00:51:33: können.

00:51:34: Genau mit dem ganzen Zeitplan hat das dann vier Wochen Zeitfenster ergeben.

00:51:39: Vier Wochen um das Fahrzeug halt einmal auf Null und wieder aufzubauen.

00:51:46: Und wir haben da einen Ort gefunden eine Werkstatt die da Spezialisten sind eigentlich drauf, die restaurieren Alendys und exportieren sie in die USA.

00:52:00: Also die bauen die komplett neu auf und die hatten aber eigentlich keine Zeit.

00:52:07: Ja, wir durften einfach in einer Ecke unser Zeug machen und wenn wir Fragen hatten sind sie schon gekommen, aber Sie haben jetzt nicht das ganze Auto für uns gemacht.

00:52:20: Wir haben das gemacht, aber wir hatten halt Unterstützung bei Fragen.

00:52:23: Wir hatten die Infrastruktur da, wir hatten einen Platz in der Werkstatt halt der

00:52:32: Fachfachenderstützung

00:52:33: da.

00:52:35: Wow!

00:52:36: Und dann ging es halt los, ja zuerst mal das Zuhause auseinanderschrauben, alles einsteile zerlegen und dann wieder zusammenbauen.

00:52:46: Lackieren und wieder zusammen bauen?

00:52:48: Ja.

00:52:50: Das war echt... Es war eine Grenzerfahrung.

00:52:53: Ja.

00:52:53: Es war echt ne Grenzer-Fahrung.

00:52:55: Vintal und körperlich.

00:52:57: Ja

00:52:58: sehr

00:52:59: schön.

00:53:00: Und dann kam noch dazu, dass halt ein Projekt noch nicht ganz abgeschlossen dann Martina nach Hause geflogen ist und

00:53:12: ich

00:53:13: eigentlich alleine nach Hause gefahren bin mit dem Zeitdruck in Nacken halt pünktlich zur Geburt zuhause zu sein.

00:53:23: Das war für mich schon was das ich unterschätzt hatte ja so von über zwei Jahre zusammen im Fahrzeug leben und dann von jetzt auf gleich alleine da alles bewerkstelligen.

00:53:41: Da merkt man so, was die andere Person eigentlich alles gemacht hat im Fahrzeuge.

00:53:52: Man gewöhnt sich schrittweise daran den Alltag selbst zu bewältigen im neunten Monat in Marokko nochmals dazugestoßen.

00:54:05: Sie ist nach Marokco geflogen von der Schweiz aus, damit wir zusammen die Endetappe Marokkoschweiz abschließen können.

00:54:19: und da war genau das Gegenteil der Fall so.

00:54:22: ich war endlich angekommen allein im Fahrzeug hatte meine Routine und dann auf einmal musste ich wieder Platz machen.

00:54:33: Du musst es viel Platz machen,

00:54:34: weil ich war sehr ruhig.

00:54:35: Eigentlich schon wieder für drei her denken.

00:54:39: Hochschwangere Frau im Auto und so... Für sie war natürlich klar ja ich bin wieder da alles wie früher nix hat sich verändert und von mich war die Zeit dazwischen.

00:54:49: das war so wow genau so wie es am Anfang alleine war was dann wieder wieder halt dann zu zweit.

00:54:58: Aber wir haben uns ein Krass wieder eingegrooft und genau so sind wir dann Zuhause angekommen.

00:55:09: Und nach zwei Wochen zu Hause ist dann Leo, unser erster Sohn zur Welt gekommen.

00:55:14: Es ging von mich zu Hause Schlag auf Schlag weiter.

00:55:18: Eine Punktlandung

00:55:19: würde ich sagen.

00:55:22: Klasse!

00:55:23: Schön Wie ihr seht, das hatten wir ja so im ganz groben.

00:55:27: Wir hatten ja auch keinen Plan aber jetzt sieht man wie sich unser Plan erfüllt.

00:55:32: Wir würden jetzt noch kurz den Cliffhanger ein bisschen auflösen dass man ganz kurz nochmal auf das Filmprojekt kommt um dann in einer zweiten Folge.

00:55:46: liebe Leute!

00:55:46: Das ist halt mal ein Novum bei mir Aber das ist einfach zu geil wie es hier sich entwickelt hat.

00:55:53: mal ein bisschen philosophisch unterwegs gewesen zu dritt jetzt hier dieses filmprojekt nochmal kurz erwähnen würde ich sagen wir haben mit sehr schön diesen ersten großen abschnitt gesehen.

00:56:06: da gibt es ja dann eben noch weiteres a. ein zweites kind und b. dieses film projekte wovon mir schon am Anfang gesprochen habe.

00:56:13: aber da würde ich jetzt gerne mit euch nochmal kurz eingehen wie seid ihr auf die idee gekommen was das dann bedeutet?

00:56:19: dass ist halt auch Irgendwann mal ausgestrahlt und dazwischen wird es dann eben die zweite Folge geben, oder?

00:56:23: So machen wir das.

00:56:24: Ja ich glaube in der zweiten Folge gibt's könnte man noch so viel besprechen zum Beispiel auch... Wir waren achtundvierzig Stunden in Äthiopien in einem Gefängnis.

00:56:36: Wir hatten da fast ein Handy weg und wusste nicht was passiert.

00:56:39: darüber haben wir noch gar nicht gesprochen.

00:56:41: Wir haben noch nicht darüber gesprochen dass unser Auto tausend Kilometer ... mit den innerwüsten ein großes Problem hatte.

00:56:51: Es gibt ganz viele Themen noch, aber eben dafür kann man auch unseren Film schauen... Aber wir haben natürlich im Podcast auch nochmal ein anderes Format wo man bisschen tiefer tauchen kann,... ...aber wir erzählen natürlich sehr gerne wenn wir uns nochmal sehen oder hören.

00:57:07: Noch genauer wie das alles entstanden ist mit unserem Film.

00:57:11: Wir waren da ja nämlich auch gut zwei Jahre beschäftigt ein Kinofilm zu produzieren, der im September am drittenes Prümeri feiert in der Schweiz.

00:57:21: In welcher Stadt?

00:57:22: Wo geht's los oder gibt es gleich einen

00:57:23: Rollout?

00:57:24: Die Primäre ist in Herisau das ist bei Sankt Gallen und wir werden zuerst auch die Ostschweiz bespielen.

00:57:32: und wenn das gut läuft... dass Interesse groß ist, dann wollen wir auch gerne gerne gerne auf nach Deutschland expandieren.

00:57:40: Aber das ist eine Riesenbürokratie mit Chinos und Verleihung und jetzt müssen wir zu ersten Schritt Ostschweiz machen und dann sehen wir weiter.

00:57:49: Ja und so kommt auch wieder was Neues dazu nämlich Filmproduzentin und Filmproduzent Regisseur und Hauptdarsteller seit der E-Schauern jetzt.

00:58:01: Freut mich ganz besonders, dass es jetzt so geworden ist in unserem Gespräch und auch bei euch.

00:58:07: Es hat mich auch richtig fasziniert das auch mal im Detail zu hören mit der Aussicht für alle die hier heute zugehört haben, dass da noch weiter geht, dass sie noch weitere Details gibt.

00:58:19: Du hast schon ein paar schöne Sachen erzählt.

00:58:20: Da gibt's doch ganz viel.

00:58:22: Ich freue mich schon drauf.

00:58:24: ich habe mir vorgenommen zur Premiere zu kommen.

00:58:26: Mal gucken ob das funktioniert.

00:58:28: aber auf jeden Fall Der zweite Podcast wird eingespielt und auch ausgestrahlt.

00:58:35: Also das wird dann im August oder so sein, liebe Fans da draußen, bleibt uns toll sozusagen, hört uns weiter zu!

00:58:44: Ich bedanke mich erstmal jetzt bei euch beiden Wünsche euch weiterhin alles Gute, viel Erfolg mit allem was ihr anpackt.

00:58:52: Das scheint ja dann am Schluss doch immer zum Besten zu werden und sage Tschüss bis zum nächsten Mal weil das wird es auf jeden Fall geben das nächste mal.

00:59:01: Danke vielmals und auf Wiederhören!

00:59:03: Ja

00:59:03: auch von meiner Seite vielen Dank und tschüß.

00:59:06: Ciao ciao.

00:59:07: So ihr lieben Weltenbummler- und Landyfenster draußen?

00:59:16: Denn ich kann euch sagen, ich hätte gerne noch stundenlang weiter gehört.

00:59:20: Aber so haben wir uns jetzt für diese Teilung entschieden!

00:59:23: Was mich an dieser Geschichte ganz besonders fasziniert?

00:59:26: Olga Erlendrover – dreihundert TDI war nicht einfach das Transportmittel.

00:59:33: Sie war der eigentliche Dreh- und Angelpunkt der ganzen Reise.

00:59:37: Sie hat die zwei gebremst wenn sie zu schnell waren... ...sie hat sie in Werkstätten geschleppt, die zu Freundschaften fürs Leben führten.

00:59:46: Und sie hat in vierundvierzig Ländern immer wieder bewiesen, dass Pannen keine Rückschläge sind sondern Türen.

00:59:53: Das Filmprojekt das wir heute nur kurz angedeutet haben – immer weiter über Grenzen hinaus läuft ab dem dritten September sechsundzwanzig in den Schweizer Kinos an.

01:00:05: Mehr dazu im Podcast Teil zwei im August!

01:00:08: Den Kinostart merken wir uns aber doch jetzt schon mal vor oder?

01:00:13: Wer Martina und Tobias bis dahin folgen möchte Also bei Instagram findet ihr die beiden unter OlgaOntour.

01:00:19: ein Wort mit Unterstrich am Ende.

01:00:23: Einunddreißigtausendneunhundert Follower können sich nicht irren und ich folge den übrigens auch schon ganz schön lange!

01:00:30: Jetzt noch kurz zu Euch, wenn Ihr diesen Podcast noch nicht abonniert habt dann ist es jetzt der richtige Moment.

01:00:37: Dort wo Ihr ihn gestreamt habt könnt Ihr ihn auch abonnieren und bewerten.

01:00:42: Und wer mir ein paar Sternchen da lässt dem bin ich wirklich sehr dankbar Weil das ist was Podcast da irgendwo auch antreibt, immer weiter zu machen.

01:00:52: So wie auf einer langen Reise denn bald kommen wir mit euch schon

01:00:57: ins

01:00:57: fünfte Jahr!

01:01:00: Mehr über den Podcast und über mich findet ihr auf www.ländi-undleute.com sowie auf Insta Facebook und LinkedIn.

01:01:08: Wenn wer selbst zu Gast sein möchte uns eine Geschichte mitbringt einfach melden unter hallo ländi und leute.

01:01:17: Und jetzt altzeit gute Fahrt In meiner Beinluft-Unterdifferenzial.

01:01:22: und falls euch am Straßenrand einen Sonnenschirm mit eurem Heimatbier darauf begegnet, haltet an.

01:01:29: Man weiß nie was daraus wird!

01:01:32: Es würde mich sehr freuen wenn wir uns in vierzehn Tagen wieder hören oder Allzeit bei Insta und Co.

01:01:37: Wiedersehen.

01:01:38: Bis dahin Eure Landradde.

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